Homoeopathie TV: Homöopathiekongress Aachen 2011

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Sehr geehrte Damen und Herren,

Katrin Altpeter, Gesundheitsministerin Baden-Württembergzu der 162. Jahrestagung des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte (DZVhÄ), dem Deutschen Homöopathie-Kongress, begrüße ich Sie sehr herzlich in Freiburg.

 

„Homöopathie ist individuelle Medizin. Anschauen – Wahrnehmen – Erkennen“: Unter diesem Thema sollen die Wurzeln homöopathischen Denkens und Handelns von Referenten aus dem In- und Ausland aufgezeigt werden.

 

„Das höchste Ideal der Heilung ist die schnelle, sanfte und dauerhafte Wiederherstellung der Gesundheit oder Behebung und Vernichtung der Krankheit in ihrem ganzen Umfang auf dem kürzesten, zuverlässigsten und unnachteiligsten Weg. Die Behandlung soll nach deutlich einzusehenden Gründen erfolgen.“

Diese Aussage von Samuel Hahnemann in seinem „Organon 6 der Heilkunst“ – der Primärquelle der homöopathischen Heilmethode – ist auch heute noch aktuell. Das zeigen repräsentative Umfragen. So wünschen sich über 80 Prozent der Bürgerinnen und Bürger eine nebenwirkungsärmere, ganzheitliche Medizin. Bereits seit über 200 Jahren werden homöopathische Mittel eingesetzt. Hatte jedoch 1970 erst jeder vierte Westdeutsche schon einmal bewusst selbst homöopathische Mittel genommen, so werden heute in Gesamtdeutschland von über der Hälfte der Bevölkerung homöopathische Arzneimittel verwendet.

Ein Auslöser dieser Entwicklung ist sicherlich der ganzheitliche Ansatz und die individuelle Herangehensweise der Homöopathie. Die Patienten wollen nicht auf ein Organsystem reduziert, sondern als ganze Menschen wahrgenommen werden.

Die Entwicklung eines immer weiter ausdifferenzierten Spezialistentums, einer hoch-technisierten „Apparate-Medizin“ führte zwar einerseits zu außerordentlichen Heilerfolgen, andererseits jedoch auch dazu, dass sich der Mensch oft nicht mehr als Ganzes wahr-genommen fühlt. Zudem stiegen parallel zu den Möglichkeiten auch die Kosten. Gespart wird nun in der Hochschulmedizin oft an der Zeit, die sich der Arzt für den Patienten nimmt. Die Menschen wünschen sich jedoch, dass ihnen zugehört wird und sie ohne Zeitdruck ihre Beschwerden schildern können. Sie sind nach wie vor mit Angst, Schmerz und irgendwann dem Tod konfrontiert und haben in diesen Situationen auch heute noch ein Verlangen nach einer sanften, verständnisbereiten, menschlich teilnehmenden Heilkunst.

 

Für uns alle wäre es vorteilhaft, wenn es gelingen würde, eine Brücke zwischen den sich oft unversöhnlich gegenüberstehenden Lagern der Komplementärmedizin und der Hoch-schulmedizin zu bauen. Auch in Zukunft müssen in unserem Gesundheitssystem Therapie-richtungen nebeneinander bestehen können, die von unterschiedlichen theoretischen Denkansätzen und wissenschaftlichen Methoden ausgehen. Ziel sollte es sein, zum Wohl der Patientinnen und Patienten zusammenzuarbeiten.

Hierzu kann der DZVhÄ, einerseits der älteste Ärzteverein in diesem Land, andererseits aber auch ein moderner Berufsverband, beitragen.

Wussten Sie, dass in keinem anderen Mitgliedstaat der europäischen Union der Trend zur Homöopathie so ausgeprägt ist wie in der Bundesrepublik Deutschland und insbesondere bei uns in Baden-Württemberg? Hier im Südwesten haben zudem zahlreiche bekannte Hersteller von homöopathischen Arzneimitteln ihren Sitz.

Ich freue mich daher sehr, dass die 162. Jahrestagung des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte im Jahr 2012 in Freiburg ausgerichtet wird.

Freuen Sie sich mit mir auf eine traditionsreiche Tagung, die gleichzeitig Höhepunkt der ärztlichen Homöopathie-Fortbildung und Treffpunkt aller ist, die sich mit dem Thema Homöopathie beschäftigen.

 

Unterschrift Karin Altpeter, Gesundheitsministerin Baden-Württemberg

 

 

 

 

Katrin Altpeter MdL

Ministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg



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